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Wasserhype – Wasser wirkt
Foto: iStock.com/SanneBerg

Wasser
Wasserhype – Wasser wirkt

Albert Gruber
Akad. Lehrer für Gesundheitsberufe

«Was darf es denn zum Trinken sein?», fragte mich der freundliche Kellner. «Ein großes Glas Wasser bitte», war meine Antwort. «Soll es ein Mineralwasser, Leitungswasser, Brunnenwasser, Zitronenwasser, energetisiertes Wasser oder vielleicht ein ...» – «Nein, nein», unterbrach ich den Mann, «eigentlich hätte ich gerne nur ein Glas frisches Leitungswasser gegen meinen Durst».

Einfacher Durstlöscher
Wasser ist heute längst nicht mehr nur Durstlöscher, denn zunehmend steht Genuss im Mittelpunkt. Wasser ist zu einem «Lifestyle-Produkt mit kulinarischer Dimension» geworden. Es besteht ein wahrer Hype, ein Riesenrummel, um unser kostbares Nass. In der Spitzengastronomie werden neben Weinkarten selbstverständlich auch Wasserkarten kreiert – und Wassersommeliers beraten die Gäste über die Wahl des richtigen Tropfens Wasser. Dabei sind außergewöhnliche, meist sehr teure Wässerchen äußerst gefragt: Wasser für die Schönheit, exklusives Wasser, Edelwasser mit Glamour, extravagante Wassersorten, Luxuswasser mit dem gewissen Extra usw. Der Preis spielt keine Rolle, denn zu einem teuren Essen gehört selbstverständlich auch Luxus­wasser.

Grundlegend: Leitungswasser!
Fest steht, dass Wasser das wichtigste Lebensmittel ist, das wir haben – und wir sollten jeden Tag davon ausreichend trinken. Es drängt sich die Frage auf: Ist teurer und exklusiv auch immer besser? Ist unser Leitungswasser gut genug oder lohnt es sich, Mineralwasser (auch exklusives und teures) zu kaufen, um den Mineralstoffbedarf des Körpers zu decken? Denn Mineralstoffe, auch Elektrolyte genannt, bestimmen die Flüssigkeits-
verteilung im menschlichen Körper und sind eine unverzichtbare Grundlage aller Lebensvorgänge. Allerdings, physiologisch gesehen, nimmt der Körper die meisten Mineralstoffe über die Ernährung auf, das heißt, er braucht dafür nicht unbedingt die Unterstützung des Wassers. Oft ist es sogar so, dass Mineralwasser weniger Mineralstoffe enthält als Leitungswasser. Eine aktuelle Untersuchung der Stiftung Warentest hat außerdem ergeben, dass Mineralwasser nicht unbedingt immer reiner sein muss als Leitungswasser.

 

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